DeFi Musterportfolio für 2021 – passive Erträge generieren aus Bitcoin, Ethereum, Link, Aave, Uniswap, Synthetics und Co.

Wie bereits angekündigt, ist es sinnvoll, ein neues Musterportfolio anzulegen. Die Airdrops von UNI, BADGER und zuletzt 1INCH haben die Performance so stark in die Höhe schießen lassen, dass ein Neueinsteiger dies nicht mehr nachvollziehen kann.

Wegen der aktuell so hohen Gebühren auf der Ethereum-Blockchain rate ich von einem DeFi-Investment mit kleinem Geld ab. Haben meine Erstanlagen pro Transaktion nur einen Euro gekostet, ist es heute das 10-20fache. Eine Neuanlage von 10.000 EUR kostet derzeit leicht 300 EUR Gebühren.

Möglichkeiten für die sinnvolle Anlage von Cash:

  • USDC, DAI, USDT in Aave (https://app.aave.com) oder Compound (https://app.compound.finance)
    Derzeit gibt es ca. zwischen 5% und 20% Zinsen p.a. – dies schwankt je nach Nachfrage auf der Kreditseite täglich.
    USDC, DAI, USDT, sUSD, SEUR, EURs im Curve-Protokoll (https://www.curve.fi)
    Die Erträge aus diesem Protokoll bestehen aus mehreren Teilen. Einerseits erhält man anteilig einen Teil der an der dezentralen Börse eingenommenen Gebühren. Zusätzlich werden in den kommenden drei Jahren auch die Governance-Token (CRV) ausgegeben. Die CRV müssen abgeholt und getauscht werden. Die Gebühren bei diesem aufwändigen Prozess sind sehr hoch und lohnen sich erst bei größeren Anlagen. Die Erträge sind allerdings entsprechend höher als bei Aave und Compound.
  • Bei beiden Anlagen geht man erhebliche Risiken ein. Neben Code-Fehlern in den Protokollen und der Stabilität der Stablecoins selbst, könnte die Regulierung bestimmter Coins große Auswirkungen haben. Ein Verbot von USDT beispielsweise könnte in einigen Curve-Pools zu einem Totalverlust führen.

Kryptowährungen:

  • Bitcoin und Ethereum sind die Basis aller Anlagen im DeFi-Bereich, denn sie bilden die Grundlage für alle anderen Coins.
  • Eine breite Streuung ähnlich einem klassischen ETF ist sicher auch hier sinnvoll.
  • Eine wirklich gebührenschonende Anlage ist hier der Balanced Crypto Pie (BCP) von PieDAO (https://pools.piedao.org). Dieser investiert zu je 1/3 in Bitcoin, 1/3 in Ethereum und zu 1/3 in DeFi-Coins. Über den sogenannten „Oven“ bietet dieses Protokoll auch für kleinere Beträge eine sinnvolle Alternative.
  • Neben BTC und ETH ist man damit Stand heute automatisch auch in folgenden DeFi-Coins investiert: LINK, AAVE, UNI, UMA, SNX, REN, COMP, MKR, LRC, BAL, PNT und MLN
  • Zusätzlich profitiert ein Anleger im BCP durch die laufende Ausschüttung des Governance-Token (DOUGH) wenn er seine BCP auf deren Seite dafür freischaltet („STAKE“). Aktuell sind dies noch unglaubliche 67%. Davon werden 80% für ein Jahr lang blockiert. Über die restlichen 20% DOUGH kann sofort verfügt werden.

Ganz sicher werden die Schwankungen der Kryptowährungen enorm sein. Um diese aushalten zu können, empfielt sich ein entsprechend hocher Cash-Anteil. In mein fiktives Musterportfolio investiere ich deshalb 10 ETH wie folgt:

  • 80%, also 8 ETH lege ich als EURs/sEUR-Paar in den entsprechenden Curve-Pool

  • 20%, also 2 ETH stake ich als BCP im PieDAO-Protokoll

Für die Umsetzung nutze ich ausschließlich ein Metamask-Wallet (https://metamask.io) und verbinde dieses mit den jeweiligen Protokollen. 8 meiner 10 ETH tausche ich vorher bei Uniswap (https://app.uniswap.org/#/swap) gegen EURS und stake sie danach in der „Gauge“ im EUR-Pool in Curve. 2 ETH lege ich bei PieDAO in den entsprechenden „Oven“ und stake sie später. Für die gesamte Erstanlage der 10 ETH entstehen ca. 0,1 ETH Gebühren.

Sämtliche Anlagen erfolgen vollständig dezentral auf der Ethereum-Blockchain und werden auch dort verwahrt.

 

 

 

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